PROBIOS LOGO02

PROBIOS Medizinisches & Mikrobiologisches LABOR

Institut für Darmfloraanalyse

 

Bakterien des Darmes

reagenzglas05

Darmflora / Intestinalflora

Pilze

Arzt & Veterinaerseiten

Patientenseiten

PROBIOS Labor Impressum

Bilder aus dem Labor

reagenzglas05

reagenzglas05

 

Erläuterungen zu den Bakterien im Darm

 

Ärzte & Veterinäre beachten bitte Ihre Seiten

 

 

Anaerobe Kokken: (Peptokokken, Peptostreptokokken) kommen bei eubiotischen menschlichen Stühlen nicht vor und sind potentiell pathogen. Sie zählen zur Fäulnisflora, da ihre Hauptnahrungsquelle aus stickstoffhaltigen Substraten besteht.

 

Bacteroides, deren Anteil der Gesamtflora ca. 30 % beträgt, bilden Proprionsäure, welche infolge ihrer bakteriziden Wirkung einen positiven Einfluß auf die allgemeine Kolonisationsresistenz ausübt. Ein Teil dieser Stämme besitzt die Fähigkeit Gallensäuren zu dekonjugieren und hat deshalb pathogenen Charakter.

 

Bifidobakterien, die Säuerungsflora des Dickdarmes, sind in eubiotischen Floren oftmals mit Keimzahlen > 3x109 vertreten. Sie nützen Ammoniakverbindungen zum Aufbau des eigenen Bakterieneiweißes. Bei der Verwertung von Kohlehydraten erfolgt keine Gasbildung. Das pH - Optimum beträgt < 6,0.

 

Clostridien, sind in Keimzahlen < 105 der Normalflora zuzuordnen. Treten sie jedoch vermehrt auf, beeinträchtigen sie durch Schwefelwasserstoffbildung das Allgemeinbefinden erheblich. Ein Großteil ist zur Bildung von Toxinen und zum Abbau von Steroiden befähigt.

 

Laktobazillen, welche bei Dysbiosen häufig fehlen oder in nur stark reduzierten Keimzahlen nachweisbar sind, bilden die Säuerungsflora des Dünndarmes. Ein vermindertes Wachstum alleine genügt jedoch nicht, eine Dysbiose im Dünndarmbereich zu diagnostizieren, da Laktobazillen sehr feuchtigkeitsbedürftig sind. Bei harten Faeces können sie die Dickdarmpassage nicht überwinden, der tatsächliche Gehalt im Dünndarm kann deshalb bedeutend höher sein. Das pH - Optimum liegt < 6,0. Sie sind apathogen, bilden keine Gase und zählen zu den im mikroaerophilen Milieu wachsenden Bakterien.

 

E.coli spp. und alle übrigen Enterobacteriaceae: E.coli, dessen Anteil an der Gesamtflora, bedingt durch seine Wandständigkeit relativ gering ist, spaltet zwar eine Reihe von Kohlehydraten auf, was aber im Colon nicht von Bedeutung ist, da dort Kohlehydrate normalerweise nahezu fehlen. Bei Maldigestion und Malassimilation werden die Kohlehydrate meist unter heftiger Gasbildung verstoffwechselt. Das gleiche gilt für Sorbit und Xylit. Hinzuzufügen ist, daß hämolysierende und fermentschwache Stämme atypisch und teilweise sogar pathogen sind. Andere Enterobacteriaceae wie Klebsiellen, Citrobacter, Hafnia, Proteus, Morganella und Enterobacter werden häufig aus dysbiotischen Faeces isoliert. Besonders Klebsiella und Proteus sind kräftige Ammoniakbildner und deshalb oftmals für den Anstieg des pH-Wertes weit über 7.0 hinaus verantwortlich. Der Gesamtanteil der Enterobacteriaceae steigt ab dem 50. Lebensjahr kontinuierlich an und sinkt nach dem 65. bis 70. Lebensjahr bis unter 0,1 % der Darmflora ab.

 

 

Enterokokken waren früher der Streptococcus Serogruppe D zugeordnet. Deren Hauptvertreter sind Enterococcus faecium und Enterococcus faecalis, wobei letzterer als potentiell pathogen einzustufen ist.

 

Eubakterien, auch in sehr hohen Keimzahlen vorkommend, sind weitgehend unerforscht. Sie scheinen aber, wie auch Bacteroides und Bifidobakterien für die Aufrechterhaltung der eubiotischen Dickdarmflora von erheblicher Bedeutung zu sein. Auch innerhalb dieser Bakteriengruppe befinden sich Spezies , welche potentiell pathogene Eigenschaften aufweisen.

 

Sarcina, Megasphaera & Megamonas zeichnen sich durch reichliche Bildung von Buttersäure und Wasserstoff aus (übelriechende Blähungen). Es werden zudem mehrwertige Alkohole gebildet, welche die Leber belasten.

 

Streptokokken & Staphylokokken sind in eubiotischen menschlichen Stühlen normalerweise nicht vertreten. Bei Erkrankungen der oberen Luftwege können jedoch Streptokokken und Staphylokokken durch Abschlucken in den Intestinalbereich gelangen. Sind sie in  Stuhlproben nachweisbar, sollten deshalb auch immer Entzündungsprozesse der Luftwege und auch im Mundbereich in Betracht gezogen werden.

 

Hefen der Gattung Candida sind in geringen Mengen häufig in Stuhlproben nachweisbar. Erst aber bei Keimzahlen > 3x103 /g Stuhl gewinnen sie an Bedeutung. Deshalb sollte eine regelmäßige Kontrolle erfolgen um einer permanenten Ansiedelung vorzubeugen. Liegt aber bereits eine deutliche Dysbiose vor, sind jenen Keimen optimale Vermehrungsbedingungen geboten, wobei bei einem Keimgehalt von bereits < 3x 103 /g Stuhl eine regelmäßige Überprüfung stattfinden sollte. Bei Candidainfektionen werden sog. Fuselalkohole freigesetzt, welche sich belastend auf die Leber und somit auf den Gesamtorganismus auswirken. In der Regel werden die, bei solchen Untersuchungen erhaltenen Ergebnisse, in koloniebildenden Einheiten pro Gramm Faeces angegeben. Zur Beurteilung eines Befundes ist es durch nachstehende Tabelle möglich, sich schnell einen Überblick über die Normbereiche der unterschiedlichen Keimgruppen zu verschaffen.

 

 

 

[Home] [Bakterien im Darm] [Erläuterungen zu  den Bakterien] [Darmflora / Intestinalflora] [Pilze] [Arztseiten] [Patientenseiten] [Impressum] [Unser Labor]